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Cornelis van Haarlem, Public domain,

Die Titanomachie ist ein mythologischer Krieg, in der Griechischen Mythologie.

Allgemeine Informationen zum Krieg:[]

  • Der Krieg dauerte elf Jahre lang[1], in einigen Quellen auch Jahrzehnte lang und war ein Krieg zwischen zwei Geschlechter der Titanen:
    • Die alten Götter, die Titanen, kämpfen, angeführt von Kronos lange vom Berg Othrys aus gegen Zeus sowie dessen Geschwistern, den Kindern von Rhea und Kronos, welche dann später vom Olymp aus herrschten.[2]
  • Der Krieg fand laut den Überlieferungen lange vor der Menschheit statt.[1]

Die Wort Herkunft[]

Der Name Titanomachie bedeutet (altgriechisch Τιτανομαχία Titanomachía auf deutsch bedeutet dies soviel wie „Kampf der Titanen“.[3]


Vorgeschichte/Hintergrund des Krieges[]

Kronos wurde von den je nach Überlieferung entweder von den Titanen oder einem Orakel gewarnt , dass seine Kinder ihn töten und ihm seiner Macht und seines Throns berauben werden, so wie er es einst mit seinem Vater ( Uranos) getan hat.

Um dies zu verhindern verschlang er fünf seiner Kinder gleich nach deren Geburt. Schwanger mit Zeus bat Rheia ihre Eltern Uranos und Gaia um Hilfe, dass ihr jüngster Sohn nicht auch noch verschlungen wird. Diese gaben ihr den Rat, Kronos einen in Windeln gehüllten Stein statt ihren Sohn zu geben, welchen er auch verschlang.

Joachim Wtewael: The Battle between the Gods and the Giants

Rheia gebar Zeus heimlich und ließ ihn von Amaltheia, einer Ziehmutter, aufziehen. Als Zeus erwachsen wurde, erzählte ihm Amaltheia von seiner wahren Herkunft und dass seine Geschwister von seinem Vater verschlungen wurden. Zeus wollte sie darauf hin rächen und erfuhr von der Titanin Metis wie er seine Geschwister gerettet kann: Sie verabreichten Kronos ein Mittel mit welchem er alle seine Kinder wieder erbrach. Diese ausgespuckten Kinder von Kronos waren:

Nachdem seine Geschwister gerettet wurden, befreite Zeus auch die Kyklopen aus der Unterwelt, welche von Uranos dorthin verbannt wurden.

Die Kyklopen verbünden sich mit dem Gott und gelenkt durch Rache startete Zeus schließlich den als bekannten Titanomachie Krieg gegen Kronos und weitere Titanen.

Der Krieg[]

Der Krieg war in drei Parteien unterteilt:

  • Die angreifende Partei war die Partei von Zeus. Dieser führte seine Geschwister sowie die Kyklopen in den Krieg, später halfen auch die Hekatoncheiren mit.
  • Die andere Partei waren die Titanen, geleitet von Kronos
  • Die neutrale Partei bestand aus: Dem Titan Okeanos sowie den weiblichen Titanen Theia, Rhea, Themis, Mnemosyne, Phoibe und Tethys. Vermutlich war auch Gaia neutral

----> Beide Parteien waren gleich stark, weshalb der Krieg kein Ende sah.

Um den Krieg (endlich) zu beenden schmiedeten die Kyklopen eine Reihe an magischen Waffen für die drei Männlichen Gottheiten an:

  • Für Zeus einen Donnerkeil
  • Für Poseidon einen Dreizack
  • Für Hades eine Tarnkappe --> Durch die Kappe konnte sich Hades unsichtbar mache

Der Ablauf[]

Zeus erschlug auf Rat von Gaia das Ungeheuer Kampe, welches für Kronos den Tartaros bewachte. So konnte Zeus schließ die dort eingesperrten hunderthändigen Hekatoncheiren befreien, welche den späteren olympischen Göttern halfen, indem sie große Steine auf die Titanen schleuderten.

Das Ende[]

Mit den magischen Waffen konnten die Götter den Sieg für sich entscheiden. Sie erlangten die Herrschaft über den Kosmos. Die Titanen wurden in den Tartaros verbannt. Der am tiefsten liegende Punkt in der Unterwelt, welcher von den Hekatoncheiren bewacht wurde.

Am Ende des Krieges wurde Kronos von Zeus getötet, hierbei gibt es verschiedene Überlieferungen wie es gesah:

  • Laut einigen Quellen gelang es Kronos zunächst noch, nach dem Krieg zu fliehen, allerdings wurde er schließlich von Zeus mit dessen Donnerkeil getötet.

Nachwirkungen und Folgen[]

Aus Wut, dass einige ihrer Kinder (von ihren Enkeln) in den Tartaros verbannt wurden hat Gaia gemeinsam mit den Giganten einen anderen Krieg angefangen. Die Gigantomachie.

Die Brüder Zeus, Hades und Poseidon teilten sich die Welt untereinander auf:

  • Zeus herrschte von nun an über den Himmel
  • Poseidon herrschte von nun an über das Meer
  • Hades herrschte von nun an über die Unterwelt

Zeus setzte die Hekatoncheiren als Wächter für die neue Ordnung ein. Einige Titanen waren im Kampf neutral: Okeanos sowie Theia, Rhea, Themis sowie Mnemosyne, Phoibe und Tethys, diese Titanen durften durch ihre Neutralität ihre bisherigen Stellen behalten.

Die Strafen der Titanen[]

Einige Titanen erhielten besondere/besonders harte Strafen:

  • Atlas Er muss nun auf alle Zeit den Himmel halten
  • Kronos: Er wurde wahrscheinlich getötet (von Zeus mit seinem Donnerkeil, in einigen Quellen konnte er aber überleben)
  • Prometheus: Über die Strafe für Prometheus ist nichts überliefert
  • Epimetheus:Über die Strafe für Epimetheus ist nichts überliefert

Weiter führende Seiten[]

Zu den einzeln Gottheiten/Teilnehmende des Krieges, gibt es auf deren Textseiten weiter führende Informationen und auch Hintergrund Informationen; hier einmal die wichtigsten Gottheiten/Teilnehmenden des Krieges in einer kurzen Liste:

Nachweise[]

  • Wilkinson, Philip: Mythen & Sagen aus allen Kulturkreisen. Dorling Kindersley 01.09.2009, S. 18.
  • Christoph Martin Wieland: Die Titanomachie oder das neue Heldenbuch. Ein burleskes Gedicht in so viel Gesängen als man will. 1775. In: Christoph Martin Wieland: Sämmtliche Werke. Band 33: Vermischte Schriften. Göschen, Leipzig 1857, S. 389–396.
  • Reiner Abenstein: Vor der Herrschaft des Zeus. In: Reiner Abenstein: Griechische Mythologie (= UTB. 2592). Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71720-0, S. 20 ff.
  • José Dörig, Olof Gigon: Der Kampf der Götter und Titanen (= Bibliotheca Helvetica Romana. Bd. 4, ZDB-ID 419869-4). Graf, Olten u. a. 1961.
  • Franz Fühmann: Prometheus. Die Titanenschlacht. Hinstorff, Rostock 2011.
  • José Dörig, Olof Gigon: Der Kampf der Götter und Titanen (= Bibliotheca Helvetica Romana. Bd. 4, ZDB-ID 419869-4). Graf, Olten u. a. 196
  • Reiner Abenstein: Vor der Herrschaft des Zeus. In: Reiner Abenstein: Griechische Mythologie (= UTB. 2592). Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71720-0, S. 20 ff
  • Karl Friederichs, Die Bedeutung der Titanomachie für die Theogonie Hesiods, 1907.
  • Frank Bezner: Kronos. In: Maria Moog-Grünewald (Hrsg.): Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band 5). Metzler, Stuttgart/Weimar 2008, ISBN 978-3-476-02032-1, S. 404–407.
  • Michael Grant, John Hazel: Lexikon der antiken Mythen und Gestalten. dtv, München 2004, ISBN 3-423-32508-9.
  • Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen. Die Götter- und Menschheitsgeschichten. dtv, München 1994, ISBN 3-423-30030-2.
  • Maximilian Mayer: Kronos. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 1452–1573 (Digitalisat).
  • Max Pohlenz: Kronos. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XI,2, Stuttgart 1922, Sp. 1982–2018 (Digitalisat).
  • Robert von Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quellen und Deutung. rororo, Hamburg 2001, ISBN 3-499-55404-6.
  • Vincent Rondot: Derniers visages des dieux dʼÉgypte. Iconographies, panthéons et cultes dans le Fayoum hellénisé des IIe–IIIe siècles de notre ère. Presses de lʼuniversité Paris-Sorbonne; Éditions du Louvre, Paris 2013.
  • Eleutheria D. Serbeti: Kronos. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band VI, Zürich/München 1992, S. 142–147.
  • F.A. Brockhaus Verlag Leipzig. (Hrsg.): Conversations-Lexicon, oder, Encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. F.A. Brockhaus, Leipzig 1814–1819, OCLC 39355456, S. 102. (online)
  • David Adams Leeming, Jake Page: Goddess. Myths of the female divine. Oxford University Press, New York 1994, ISBN 0-19-508639-2. (englisch)
  • Heide Göttner-Abendroth: Inanna, Gilgamesch, Isis, Rhea: die großen Göttinnenmythen Sumers, Ägyptens und Griechenlands. Helmer, Königstein/Ts 2004, ISBN 3-89741-158-X.
  • Adolf Rapp: Rhea. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 4, Leipzig 1915, Sp. 88–96


Literatur in anderen Sprachen:[]

Englisch[]

  • Morford, Mark P.O.; Lenardon, Robert J.; Sham, Michael (2011). Classical Mythology (Ninth ed.). Oxford: Oxford University Press. pp. 80–82.

Quellen[]

  • Hesiod, Theogonie 617-885
  • Titanomachia ( dieses Werk ist seit langer Zeit verloren und Thamyris zugeschrieben) --> Es wird aber in einem Essay Plutarch erwähnt, der Essay trägt den Titel: Über die Musik


Einzelnachweise[]

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